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Die AfD gewann bei der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt 24,3 Prozent der Zweitstimmen, 2026 waren es 43,8 Prozent. Innerhalb von zehn Jahren hat sich ihr Stimmenanteil damit fast verdoppelt. Dieser Anstieg lässt sich auch in anderen Bundesländern wie beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern beobachten. Ganz Deutschland diskutiert nun darüber, was diese Entwicklung erklärt.
Jetzt wollen wir den Blick in die andere Richtung lenken: Was wäre, wenn die AfD ihren Zenit irgendwann erreicht und ihre Stimmenanteile wieder sinken? In der Vergangenheit haben bereits andere radikal rechte Parteien nach großen Wahlerfolgen wieder stark an Unterstützung verloren. Die NPD etwa erreichte 1968 in Baden-Württemberg 9,8 Prozent und 2004 in Sachsen 9,2 Prozent, spielt heute bei Wahlen aber kaum noch eine Rolle. Unter welchen Bedingungen verlieren also radikal rechte Parteien wieder an Popularität?
Was einen Rückgang nicht begünstigt: Regierungsbeteiligung und Annäherung
Viele Beobachterinnen und Beobachter denken, radikal rechte Parteien würden an Zustimmung verlieren, sobald sie selbst politische Verantwortung übernehmen. Vergleichende Forschung zeigt aber kein verlässliches Muster: Regierungsbeteiligung führt nicht automatisch zu weniger Unterstützung ([1], [2]).
Auch Zusammenarbeit mit radikal rechten Parteien kann den gegenteiligen Effekt haben. Zeigen etablierte Parteien Bereitschaft zur Zusammenarbeit, erscheinen radikal rechte Parteien für konservative Wähler akzeptabler [3]. Ähnliches kann passieren, wenn gemäßigt konservative Parteien deren Positionen etwa bei Asyl und Einwanderung übernehmen: Solche Positionen können dadurch normaler und für mehr Menschen wählbar erscheinen. Gleichzeitig profitieren von einer solchen Normalisierung nicht unbedingt die Parteien, die sie übernehmen, teilweise gewinnt gerade das radikal rechte „Original“ [4].
Was einen Rückgang der Stimmen für radikal rechte Parteien begünstigen kann: Politik, Medien und die Partei selbst
Politik und Parteien: Gehört werden und eigene Themen setzen
Wählerinnen und Wähler radikal rechter Parteien fühlen sich häufig von den etablierten Parteien nicht gehört. Wer bereits den Eindruck hat, politisch nicht gehört zu werden, verhält sich auch entsprechend. Bürgerräte und andere Beteiligungsformate können politische Selbstwirksamkeit, d.h. das Gefühl Einfluss zu haben und berücksichtigt zu werden, stärken [5]. Auch Haustürwahlkämpfe, Bürgersprechstunden oder andere Formen sichtbarer politischer Präsenz können Möglichkeiten schaffen, direkt mit politischen Akteuren in Kontakt zu kommen. So tourten beispielsweise einige Kandidatinnen und Kandidaten in Sachsen-Anhalt durch ihre Wahlkreise und luden zu niedrigschwelligen Events ein, die bei Döner, Bier und Apfelschorle die Möglichkeit für persönliche Begegnungen boten.
Auch die Themen, um die politisch gestritten wird, spielen eine Rolle. Radikal rechte Parteien profitieren besonders, wenn Migration, Zugehörigkeit und kulturelle Identität im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stehen. Werden dagegen wirtschaftliche und soziale Fragen wie Steuern, Mieten oder Familienpolitik wichtiger, verändern sich auch die Wettbewerbsbedingungen.
Radikal rechte Parteien profitieren also davon, wenn sie andere Parteien immer wieder dazu bringen, über ihre Kernthemen zu sprechen. Das kann die öffentliche Bedeutung dieser Themen zusätzlich erhöhen ([6], [7], [8]).
Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für etablierte Parteien? Sie müssen Themen wie Migration nicht ausblenden. Sie können aber eigene Themen setzen, statt dauerhaft nur auf die Themen radikal rechter Parteien zu reagieren. Und sie müssen nicht jede Provokation zum nächsten großen politischen Konflikt machen.
Medien: Aufmerksamkeit begrenzen und Erfolge einordnen
Auch die Art der Medienberichterstattung kann eine Rolle spielen. Klassische Nachrichtenmedien, wie etwa Print, Fernsehen und journalistische Online-Angebote, berichten besonders häufig über ungewöhnliche und extreme Ereignisse. Radikal rechte Politikerinnen und Politiker brechen häufig bewusst mit politischen Regeln und Gewohnheiten und erzeugen damit Aufmerksamkeit. Hinzu kommt, dass Berichterstattung über Wahlerfolge oder steigende Umfragewerte selbst zum politischen Signal werden kann. Werden solche Entwicklungen besonders als Aufwärtstrend dargestellt, kann das eine Partei für manche Wählerinnen und Wähler zusätzlich attraktiv machen. Forschung spricht hier von einem sogenannten Bandwagon-Effekt ([9], [10]). Wahlerfolge gehören selbstverständlich zur politischen Berichterstattung. Entscheidend ist aber, wie sie eingeordnet werden: Eine Darstellung als zwangsläufiger oder unaufhaltsamer Aufstieg kann selbst zum politischen Signal werden. Ähnliches gilt für Provokationen, deren wiederholte Thematisierung bestimmten Akteuren und Themen zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen kann.
Was innerhalb einer Partei passieren kann: schnelles Wachstum und interne Konflikte
Nicht alle Bedingungen eines Niedergangs kommen von außen. Auch der eigene Erfolg kann für neue Parteien zur Herausforderung werden. Nach einem schnellen parlamentarischen Aufstieg müssen sie Strukturen für die Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten und den Umgang mit internen Konflikten aufbauen. Forschung zu neuen Parteien zeigt, dass dies mitentscheidet, ob sie sich dauerhaft etablieren oder wieder an Bedeutung verlieren ([11], [12]). Sichtbare Konflikte um Führung, Personal oder politische Ausrichtung können zusätzlich schaden, weil eine Partei dadurch weniger geschlossen und handlungsfähig erscheint [13]. Für die AfD sind solche Konflikte seit ihrer Gründung immer wieder dokumentiert worden [14]. Abspaltungen können zusätzliche Konkurrenz schaffen, führen aber nicht automatisch zu einem Niedergang.
Einzelne Personen: Selbstwirksamkeit, Widerspruch und begrenzte Diskussionen
Bisher ging es vor allem um Politik und Medien. Aber auch das Verhalten Einzelner kann eine Rolle spielen. Welche Formen von Engagement, Widerspruch oder Gespräch zeigen nachweisbare Wirkungen?
Demonstrationen, Initiativen, Vereine oder Parteien verändern nicht automatisch ein Wahlergebnis. Gemeinsames Handeln kann aber das Gefühl stärken, politisch nicht völlig machtlos zu sein und selbst etwas bewirken zu können [15].
Man muss auch nicht jede Debatte gewinnen. Schon ein schlichtes ‚Das sehe ich nicht so‘ macht sichtbar, dass eine Aussage nicht selbstverständlich akzeptiert wird. Was andere widerspruchslos stehen lassen und wo jemand widerspricht, prägt mit, was gesellschaftlich als normal gilt. Besonders wirksam ist es, wenn gleich mehrere Personen widersprechen ([16], [17], [18], [19]).
Niemand schuldet einem überzeugten Antidemokraten eine Diskussion. Reden lohnt sich vor allem dort, wo Positionen noch nicht feststehen: mit Zweifelnden, Menschen im eigenen Umfeld oder solchen, die bisher nur einzelne Argumente oder Deutungen der AfD übernommen haben. Persönliche Gespräche können Vorurteile und Feindbilder abbauen, auch wenn sie politische Positionen nicht automatisch verändern [20].
Auch falsche Vorstellungen über Migration, Sozialleistungen oder andere politische Themen lassen sich korrigieren. Fakten können Einstellungen verändern, aber sie wirken nicht immer und bei allen gleich. Je stärker eine politische Überzeugung bereits Teil der eigenen Identität geworden ist, desto weniger reicht eine einzelne Zahl oder Statistik ([21], [22], [23]).
Und schließlich muss politisches Engagement nicht ständig und in allen Formen gleichzeitig stattfinden. Es kann eine Demonstration sein, eine Mitgliedschaft, eine Spende, ein Gespräch oder manchmal auch nur ein klarer Widerspruch. Auch Pausen gehören dazu.
Veränderung kann an vielen Stellen ansetzen, bei politischen Angeboten, bei den Themen, über die gesprochen wird, bei der öffentlichen Aufmerksamkeit und im eigenen Umfeld. Es gibt also nicht den einen Hebel, mit dem sich der Erfolg radikal rechter Parteien verändern lässt — er ist aber auch kein unumkehrbarer Prozess.
Literaturangaben:
[1] M. Lorimer, M. Griffini, und L. De Jonge, „Snap Out of It? Governmental Instability and Far‐Right Mainstreaming in the Dutch and French Elections of 2023/2024“, J of Common Market Studies, Bd. 63, Nr. S1, S. 209–223, Nov. 2025, doi: 10.1111/jcms.70004.
[2] T. Akkerman und S. L. De Lange, „Radical Right Parties in Office: Incumbency Records and the Electoral Cost of Governing“, Gov. & oppos., Bd. 47, Nr. 4, S. 574–596, 2012, doi: 10.1111/j.1477-7053.2012.01375.x.
[3] J. Vanagt, K. Praprotnik, L. Russo, und M. Wagner, „Partisan affect and political tolerance in the context of shifting norms: the effect of coalition signals towards the radical right“, Journal of European Public Policy, S. 1–31, Okt. 2025, doi: 10.1080/13501763.2025.2558980.
[4] W. Krause, D. Cohen, und T. Abou-Chadi, „Does accommodation work? Mainstream party strategies and the success of radical right parties“, PSRM, Bd. 11, Nr. 1, S. 172–179, Jan. 2023, doi: 10.1017/psrm.2022.8.
[5] M.-I. Theuwis, C. Van Ham, und K. Jacobs, „A meta-analysis of the effects of democratic innovations on participants’ attitudes, behaviour and capabilities“, Eur. j. polit. res., Bd. 64, Nr. 2, S. 960–984, Mai 2025, doi: 10.1111/1475-6765.12722.
[6] J. Dennison, „How Issue Salience Explains the Rise of the Populist Right in Western Europe“, International Journal of Public Opinion Research, Bd. 32, Nr. 3, S. 397–420, Sep. 2020, doi: 10.1093/ijpor/edz022.
[7] T. Gessler und S. Hunger, „How the refugee crisis and radical right parties shape party competition on immigration“, PSRM, Bd. 10, Nr. 3, S. 524–544, Juli 2022, doi: 10.1017/psrm.2021.64.
[8] C. J. Williams und S. Hunger, „How challenger party issue entrepreneurship and mainstream party strategies drive public issue salience: evidence from radical-right parties and the issue of immigration“, Eur. Pol. Sci. Rev., Bd. 14, Nr. 4, S. 544–565, Nov. 2022, doi: 10.1017/S1755773922000297.
[9] T. W. G. Van Der Meer, A. Hakhverdian, und L. Aaldering, „Off the Fence, Onto the Bandwagon? A Large-Scale Survey Experiment on Effect of Real-Life Poll Outcomes on Subsequent Vote Intentions“, Int J Public Opin Res, Bd. 28, Nr. 1, S. 46–72, März 2016, doi: 10.1093/ijpor/edu041.
[10] J. O. Dahlgaard, J. H. Hansen, K. M. Hansen, und M. V. Larsen, „How Election Polls Shape Voting Behaviour“, Scand Pol Stud, Bd. 40, Nr. 3, S. 330–343, Sep. 2017, doi: 10.1111/1467-9477.12094.
[11] N. Bolleyer und E. Bytzek, „Origins of party formation and new party success in advanced democracies“, Eur. j. polit. res., Bd. 52, Nr. 6, S. 773–796, Okt. 2013, doi: 10.1111/1475-6765.12013.
[12] N. Bolleyer, „New party organization in Western Europe: Of party hierarchies, stratarchies and federations“, Party Politics, Bd. 18, Nr. 3, S. 315–336, Mai 2012, doi: 10.1177/1354068810382939.
[13] F. So, „Don’t air your dirty laundry: Party leadership contests and parliamentary election outcomes“, Eur. j. polit. res., Bd. 60, Nr. 1, S. 3–24, Feb. 2021, doi: 10.1111/1475-6765.12383.
[14] A.-S. Heinze und M. Weisskircher, „No Strong Leaders Needed? AfD Party Organisation Between Collective Leadership, Internal Democracy, and “Movement-Party” Strategy“, PaG, Bd. 9, Nr. 4, S. 263–274, Nov. 2021, doi: 10.17645/pag.v9i4.4530.
[15] C. Galais, A. Mateos, und E. Anduiza, „The socializing nature of protest events. Consequences of the 15-M protests on participants’ political engagement over time“, Social Movement Studies, Bd. 24, Nr. 6, S. 746–764, Nov. 2025, doi: 10.1080/14742837.2024.2349567.
[16] V. Valentim, The Normalization of the Radical Right: A Norms Theory of Political Supply and Demand, 1. Aufl. Oxford University PressOxford, 2024. doi: 10.1093/9780198926740.001.0001.
[17] V. Valentim, „Parliamentary Representation and the Normalization of Radical Right Support“, Comparative Political Studies, Bd. 54, Nr. 14, S. 2475–2511, Dez. 2021, doi: 10.1177/0010414021997159.
[18] J. Zapata, J. Sulik, C. Von Wulffen, und O. Deroy, „Bystanders’ collective responses set the norm against hate speech“, Humanit Soc Sci Commun, Bd. 11, Nr. 1, S. 335, Feb. 2024, doi: 10.1057/s41599-024-02761-8.
[19] H. P. Selvanathan und B. Leidner, „Normalization of the Alt-Right: How perceived prevalence and acceptability of the Alt-Right is linked to public attitudes“, Group Processes & Intergroup Relations, Bd. 25, Nr. 6, S. 1594–1615, Sep. 2022, doi: 10.1177/13684302211017633.
[20] X. Fang, S. Heuser, und L. S. Stötzer, „How in-person conversations shape political polarization: Quasi-experimental evidence from a nationwide initiative“, Journal of Public Economics, Bd. 242, S. 105309, Feb. 2025, doi: 10.1016/j.jpubeco.2025.105309.
[21] P. Dylong und S. Uebelmesser, „Biased beliefs about immigration and economic concerns: Evidence from representative experiments“, Journal of Economic Behavior & Organization, Bd. 217, S. 453–482, Jan. 2024, doi: 10.1016/j.jebo.2023.11.017.
[22] A. Sijilmassi, H. Mercier, L. Safra, und C. Chevallier, „Information about immigrants’ deservingness reduces misperceptions and opposition to immigration“, PNAS Nexus, Bd. 4, Nr. 12, S. pgaf349, Dez. 2025, doi: 10.1093/pnasnexus/pgaf349.
[23] E. Lindgren, N. Theorin, und J. Strömbäck, „Closing the Perception Gap: How Corrective Information Can Reduce Misperceptions of the Link Between Immigrant Background and Crime“, Mass Communication and Society, S. 1–21, Juni 2026, doi: 10.1080/15205436.2026.2683620.
Down from the Peak: Conditions for the Decline of Radical Right Parties
In the 2016 state election in Saxony-Anhalt, the AfD won 24.3 percent of the second votes; in 2026 it was 43.8 percent. Within ten years, its vote share has almost doubled. This increase can also be observed in other federal states such as Mecklenburg-Western Pomerania. All of Germany is now discussing what explains this development.
Now we want to look in the other direction: What if the AfD reaches its peak at some point and its vote shares decline again? In the past, other radical right parties have already lost substantial support again after major electoral successes. The NPD, for example, reached 9.8 percent in Baden-Württemberg in 1968 and 9.2 percent in Saxony in 2004, but today hardly plays a role in elections anymore. So under what conditions do radical right parties lose popularity again?
What does not foster a decline: government participation and rapprochement
Many observers think that radical right parties would lose support as soon as they take on political responsibility themselves. However, comparative research shows no reliable pattern: government participation does not automatically lead to less support ([1], [2]).
Cooperation with radical right parties can also have the opposite effect. If established parties show a willingness to cooperate, radical right parties appear more acceptable to conservative voters [3]. Something similar can happen when moderate conservative parties adopt their positions, for instance on asylum and immigration: such positions can thereby appear more normal and electable for people. At the same time, it is not necessarily the parties adopting them that benefit from such normalization; in some cases it is precisely the radical right “original” that gains [4].
What can foster a decline in votes for radical right parties: politics, media, and the party itself
Politics and parties: being heard and setting their own issues
Voters of radical right parties often feel that the established parties do not hear them. Those who already have the impression of not being heard politically also behave accordingly. Citizens’ assemblies and other participation formats can strengthen political self-efficacy, i.e. the feeling of having influence and being taken into account [5]. Door-to-door campaigning, citizens’ consultation hours, or other forms of visible political presence can also create opportunities to come into direct contact with political actors. For example, some candidates in Saxony-Anhalt toured their constituencies and invited people to low-threshold events that offered the opportunity for personal encounters over döner, beer, and apple juice.
The issues that are politically contested also play a role. Radical right parties benefit particularly when migration, belonging, and cultural identity are at the center of public discussion. If, on the other hand, economic and social questions such as taxes, rents, or family policy become more important, the conditions of competition also change.
Radical right parties thus benefit when they repeatedly get other parties to talk about their core issues. This can further increase the public salience of these issues ([6], [7], [8]).
What conclusions follow from this for established parties? They do not have to ignore issues such as migration. But they can set their own issues instead of permanently only reacting to the issues of radical right parties. And they do not have to turn every provocation into the next major political conflict.
Media: limiting attention and contextualizing successes
The type of media coverage can also play a role. Traditional news media, such as print, television, and journalistic online outlets, report particularly often on unusual and extreme events. Radical right politicians often deliberately break with political rules and conventions and thereby generate attention. In addition, coverage of electoral successes or rising poll numbers can itself become a political signal. If such developments are presented particularly as an upward trend, this can make a party additionally attractive to some voters. Research speaks here of a so-called bandwagon effect ([9], [10]). Electoral successes are, of course, part of political reporting. What matters, however, is how they are contextualized: a portrayal as an inevitable or unstoppable rise can itself become a political signal. The same applies to provocations, whose repeated coverage can give certain actors and issues additional attention.
What can happen within a party: rapid growth and internal conflicts
Not all conditions of a decline are external. Their own success can also become a challenge for new parties. After a rapid parliamentary rise, they must build structures for selecting candidates and for dealing with internal conflicts. Research on new parties shows that this helps determine whether they establish themselves permanently or lose significance again ([11], [12]). Visible conflicts over leadership, personnel, or political direction can cause additional damage, because a party thereby appears less united and less capable of acting [13]. For the AfD, such conflicts have been documented repeatedly since its founding [14]. Splits can create additional competition, but do not automatically lead to a decline.
Individuals: self-efficacy, objection, and limited discussions
So far, the focus has mainly been on politics and media. But the behavior of individuals can also play a role. Which forms of engagement, objection, or conversation show demonstrable effects?
Demonstrations, initiatives, associations, or parties do not automatically change an election result. However, acting together can strengthen the feeling of not being completely powerless politically and of being able to make a difference oneself [15].
Nor does one have to win every debate. Even a simple ‘I don’t see it that way’ makes visible that a statement is not accepted as a matter of course. What others let stand without objection and where someone objects helps shape what is considered socially normal. It is particularly effective when several people object at once ([16], [17], [18], [19]).
Nobody owes a convinced anti-democrat a discussion. Talking is worthwhile above all where positions are not yet fixed: with those who have doubts, people in one’s own circle, or those who have so far only adopted individual arguments or interpretations of the AfD. Personal conversations can reduce prejudices and enemy images, even if they do not automatically change political positions [20].
Misconceptions about migration, social benefits, or other political issues can also be corrected. Facts can change attitudes, but they do not always work, and not equally for everyone. The more a political conviction has already become part of one’s own identity, the less a single number or statistic suffices ([21], [22], [23]).
And finally, political engagement does not have to take place constantly and in all forms at the same time. It can be a demonstration, a membership, a donation, a conversation, or sometimes just a clear objection. Breaks are part of it too.
Change can start in many places, with political offerings, with the issues that are talked about, with public attention, and in one’s own circle. So there is no single lever with which the success of radical right parties can be changed — but it is also not an irreversible process.